Von
der Gründung 1911 bis zum
Ehrentambourmajor 1962
Der
Spielmannszug Niederense wurde
am 14. Mai 1911 gegründet
und ging aus der damals so genannten
"Jünglings-Solidarität"
hervor. Mit vier Flöten,
wie die vorliegenden Protokolle
nachweisen, wurden die ersten
Musiker ausgebildet.
Die
Vereinsgründer von 1911 waren
Heinrich Junker, Johannes Langesberg,
Bernhard Hennecke, Franz Luig
und Theodor Schnieder. Das Trommler-
und Pfeiferkorps, wie es im Gründungsprotokoll
von 1911 heißt, setzte mit
allem Eifer seine Übungen
an den freien Sonntagen fort und
beim Fest der Fahnenweihe des
Jünglingsvereins in Günne
traten die Niederenser Spielleute
zum ersten Mal öffentlich
auf. Der erste Tambourmajor war
Kaspar Granzheuer. Am 1. September
1912 wurden nach der vorliegenden
Niederschrift auf Kosten des Jünglingvereins
als erste Ausstattung 8 Mützen
und 8 Paar Achselklappen angeschafft.
In
den Kriegsjahren von 1914 bis
1918 ruhte die aktive Tätigkeit
des Vereins, die aber im Jahre
1918 sofort wieder aufgenommen
wurde. Den Tambourstab übernahm
nun Theodor Wessel. Er führte
die Spielleute als Tambourmajor
bis 1923. Es folgte nun erneut
eine vorübergehende Einstellung
des Spielbetriebs.
Im
Jahre 1924 zog Lehrer Temme nach
Niederense, nahm sich sofort der
"Jünglings Solidarität"
an und sorgte auch für die
Wiederaufnahme der Spieltätigkeit.
Die erste Zusammenkunft der Spielleute
war eine Besprechung in "Luhmanns
Scheune". Es wurden weitere
Flötisten und Trommler angeworben.
Die folgenden Probestunden fanden
über einen längeren
Zeitraum in der Schule statt.
Später wurde auf dem Schützenplatz
eine Trinkhalle mit Küche
gebaut und somit die Probestunden
dort hin verlegt.
Neuer
Tambourmajor wurde 1924 Franz
Hartmann. Die Ausbildung der Flötisten
übernahm Fritz Wittmers und
die Betreuung der Trommler sowie
die Leitung des Formaldienstes
lagen in den Händen von Anton
Hartmann. Als Anton Hartmann später
nach Neheim verzog, übernahm
dieses Amt Theodor Schnieder.
Der nun aufstrebende Spielmannszug
von 1928 wurde aus folgenden Spielleuten
gebildet:
Dem Tambourmajor Franz Hartmann,
den Flötisten Josef Luig,
Gottfried Schulte, Franz Westhoff
und Franz Nordhoff sowie den Trommlern
Bernhard Lakenbrink, Alois Gockel,
Alois Westhoff und Josef Lakenbrink.
Im
Jahre 1928 schlossen sich Franz
Rahmann und Heinrich Vogt als
weitere Flötisten dem Spielmannszug
an, ebenso Bernhard Nordhoff.
Im
Jahre 1930 wurde der Spielmannszug
der Kriegerkameradschaft angeschlossen
und als Jugendgruppe geführt.
Es wurden Notenbücher angeschafft
und unter Leitung von Ausbilder
Fritz Wittmers die ersten Märsche
nach Noten eingeübt.
In
den folgenden Jahren erweiterte
sich der Spielmannszug um weitere
neue Spielleute. Dem Verein traten
nun bei Heinz Langesberg, Bernhard
Langesberg, Willi Vogt, Bernhard
Schickhoff, Franz Rohe, Gustav
Schneider (alle Flötisten),
Willi Lakenbrink, Theo Kneer,
Anton Grüne, Theodor Gudermann,
Heinrich Mönig, Josef Luig
und Franz Langesberg (alle Trommler).
Für
die Ausstattung mit Instrumenten
sorgte die Kriegerkameradschaft,
die keine Kosten scheute und alles
fehlende Inventar beschaffte.
Es wurde auch die erste Uniform
angeschafft, die im Zuchthaus
Werl angefertigt wurde. Nach Einübung
des Parademarsches spielte der
damalige Spielmannszug nun erstmals
auf den Schützenfesten und
Kriegerfesten vor der Blaskapelle.
Auch die ersten Wettstreite wurden
besucht, in Fröndenberg,
in Stentrop und in Neheim.
Mit
Beginn des zweiten Weltkrieges
ruhte der Spielbetrieb erneut
und konnte erst im Jahre 1948
wieder aufgenommen werden. Bis
dahin wurde gleich nach Kriegsende
ein neues Corps gebildet. Von
den Aktiven der Vorkriegsjahre
stellten sich Willi Lakenbrink,
Bernhard Lakenbrink, Josef Lakenbrink,
Bernhard Langesberg und Franz
Rohe als Spielleute sowie Franz
Hartmann als Tambourmajor wieder
zur Verfügung. Neu hinzu
kamen Werner Hellmann, Theo Gockel,
Hans Langesberg, Willi Buch und
Adolf Risse. Beim ersten Nachkriegsschützenfest
im Jahr 1948, welches in der Oberenser
Schützenhalle zugunsten des
Niederenser Kirchenneubaues gefeiert
wurde, trat das neu formierte
Corps dann erstmals wieder öffentlich
auf.
Bis 1950 schlossen sich als weitere
Neuzugänge Herbert Jäkel
und Leo Baader als Flötisten
dem Spielmannszug an. Bernhard
Dohle löste Franz Hartmann
als Tambourmajor ab. Der Spielmannszug
erlebte auch in den nun folgenden
Jahren ein weiteres Wachstum und
stellte sich bei zahlreichen Festzügen
und Festveranstaltungen mit seinem
Spiel zur Verfügung.
Als
1954 Bernhard Dohle aus gesundheitlichen
Gründen die Stabführung
niederlegte, übernahm Emil
Peters seine Stelle als Tambourmajor.
Im Spielmannszug begann bald eine
intensive Jugendarbeit und damit
die Ausbildung junger Nachwuchsspielleute.
Die jungen Flötisten bildete
nun Werner Hellmann aus, während
Josef Lakenbrink, Willi Buch und
Hans Langesberg die Ausbildung
der Trommler übernahmen.
Am
25. Januar 1956 schloss sich der
Spielmannszug dem hiesigen Musikverein
an und stellte damit auch einige
Aktive als Vertreter der Spielleute
für den Musikvorstand ab.
Das
Jahr 1962 brachte einen erneuten
Wechsel an der Spitze des Spielmannszuges.
Da Tambourmajor Emil Peters seinen
Wohnort wechselte und somit sein
Amt nicht weiter ausüben
konnte, wurde unser heutiger Ehrentambourmajor
Leo Schulte sein Nachfolger in
der Stabführung.
Von
der Selbstständigkeit 1969
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